Anna-Lena Becker

In diesem Bereich sollen Reilinger/innen zum Thema "Corona" zu Wort kommen.
Es wird in Interviewform aufgezeigt, wie dieses Virus unser tägliches Leben beeinflasst.
Vorschläge für Themem und Interviewpartner/innen sind willkommen!
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charly1607
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Registriert: 24. Mär 2020, 09:20

Anna-Lena Becker

#1 Beitrag von charly1607 »

Anna-Lena Becker, Fraktionssprecherin Bündnis 90/Grüne
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Frage:
Wie hat die Corona-Krise bisher ihr Leben verändert?

Antwort:
Wie sehr viele, die wir kennen, sind auch wir alle 3 zu Hause. Mein Mann im Homeoffice, unser Sohn nach 5 Wochen in der Kita nun eben wieder den ganzen Tag zu Hause und ich nicht in meinem Geschäft in Heidelberg sondern in jeder freien Minute an der Nähmaschine um Gesichtsmasken zu nähen, damit für das Geschäft zumindest etwas Umsatz reinkommt.
Familiär ist es natürlich schön, dass wir zu Hause sind und viel Zeit miteinander verbringen könnten. Doch die Sorgen um mein Geschäft und wie es dieses Jahr weitergehen wird, schwingt immer mit.


Frage:
Sie sind selbst Mutter. Wie groß ist angesichts dieser Pandemie Ihre Sorge um die Gesundheit Ihres Kindes?

Antwort:
Da der Virus für Kinder nach aktuellem Stand nicht gefährlich sein soll, mache ich mir wenig Sorgen um unseren Sohn. Um meine Omas mache ich mir mehr Sorgen. Besonders für die eine der beiden ist es schwierig nicht mehr ihren gewohnten Alltag leben zu können, da sie noch sehr selbstständig ist.


Frage:
Haben Sie sich –auf Reilingen bezogen - mit Ihrer Fraktion schon mit dem Thema „Corona“ und dem Umgang damit auseinandergesetzt?

Antwort:
Bereits bei der letzten Gemeinderatssitzung konnten wir nicht teilnehmen, da zu Sitzungsbeginn noch nicht geklärt war, ob wir einen positiven Fall bei uns gehabt hätten. Zum Glück war das Testergebnis negativ.
Außerdem führen wir unseren Grünen Stammtisch nun digital durch. Auch nächsten Donnerstag treffen wir uns wieder online.


Frage:

Findet eine Kommunikation und Information der Verwaltung an den Gemeinderat statt und falls ja, wie sind Sie damit zufrieden?

Antwort:
Ich bin mit den Informationen, die wir bekommen, zufrieden.

Frage:

Glauben Sie, dass sich die Corona-Krise hinsichtlich der damit verbundenen Minderung der Schadstoffbelastung positiv auf unsere Umwelt auswirken wird?

Antwort:
Gerade heute habe ich dazu etwas im Radio gehört. Es gibt wohl sehr unterschiedliche Meinungen dazu, wie es eben auch vor der Krise der Fall war. Wie Frank Walter Steinmeier sagte, kann man nur hoffen, dass viele Menschen etwas Positives mit aus dieser Krise nehmen, nämlich dass die Solidarität bleibt.


Frage:
Könnten Sie sich vorstellen, auch einmal an einer virtuellen Gemeinderatssitzung teilzunehmen?

Antwort:
Natürlich. Es ist doch spannend zu sehen, welche Optionen nun möglich sind.


Frage:
Zum Schluss noch die Schätzfrage, vor der fast niemand verschont wird.
Was glauben Sie, wie lange es dauern wird, bis in Reilingen wieder ein einigermaßen „normales“ Leben stattfinden kann?

Antwort:

In Reilingen rechne ich schneller damit als bei meinem Laden in Heidelberg. Dennoch bis es wieder „ganz normal“ ist, wird es dauern. Natürlich ist es schwierig eine genaue Zeiteingabe zu machen, aber da es eine Schätzfrage ist und ich die Dinge gerne positiv sehe: rechne ich damit, dass wir vielleicht in drei Wochen wieder ganz langsame Schritte in die Normalität gehen werden.

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